Verglichen mit dem klassischen stationären Handel ist der Online-Handel ein Eldorado für kleine und große "Betrüger", deren Tätigkeitsfelder bis hin zum organisierten bandenmäßigen Betrug reichen. Die Regel "Ware gegen Geld" ist im Online-Handel, wie im ganzen Versandhandelsgeschäft, im direkten 1:1 Verhältnis nicht umsetzbar, mit Ausnahme des Nachnahmeversands. Die Nachnahme als einzige Zahlungsmethode anzubieten und damit ein recht betrugssicheres Online-Geschäft zu betreiben, ist jedoch für das ansonsten sehr flexible Online-Geschäft eher hinderlich. Also stoßen wir in Online-Shops auf eine Vielzahl von Zahlungsmöglichkeiten - von Rechnungslegung über Lastschriftverfahren bis hin zu Kunden- oder Kreditkarten.
Doch wie erkennt ein Händler, ob es sich bei einer Bestellung um einen zahlungswilligen Kunden handelt, der letztendlich die Ware auch bezahlt?
Der DMC Wettbewerb beschäftigte sich in diesem Jahr mit dem Thema, wie Data Mining das Zahlungsausfallrisiko im Online-Handel bestimmen und letztendlich auch verringern kann. Es galt für die Teilnehmer, ein Data-Mining-Modell zu generieren, welches die Zuordnung von Bestellungen in die Klassen mit einem hohen und einem niedrigen Zahlungsausfallrisiko ermöglicht und letztendlich dem Händler hilft, potentielle "Betrüger" aufzudecken und somit das Zahlungsausfallrisiko zu minimieren.
Prof. Dr. Werner Dilger und der Preisträger Ilja Bezrukov, RWTH Aaachen
Bester Data Mining Nachwuchs 2005:
1. Platz Ilja Bezrukov, RWTH Aachen 2. Platz Claudine Groß, Universität Karlsruhe 3. Platz Markus Weber, Universität Karlsruhe 4. Platz Claudia Marino, Universität Karlsruhe 5. Platz Volker Buege, Universität Karlsruhe
Aufgabenstellung, Daten und Klassifizierungsdateien des DMC 2005